Die Umsetzung des Pflegeberufegesetzes und damit der generalistischen Pflegeausbildung ist eine hochkomplexe Angelegenheit, die zudem durch die Corona-Pandemie in diesem Jahr deutlich erschwert wird. Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen konnten nicht wie angekündigt stattfinden, sodass Unsicherheiten entstanden sind, ob die Fortbildungsverpflichtung in diesem Jahr überhaupt erfüllt werden kann. Praxisanleiter*innen müssen sich jedoch keine Sorgen machen, da dieser Umstand bei der Festlegung der Fristen für Praxisanleitungen in Bayern berücksichtigt und nicht wie ursprünglich geplant das Kalenderjahr zugrunde gelegt wurde.
In der Praxisanleitung tätige Kolleginnen und Kollegen sind durch den Gesetzgeber verpflichtet worden, jährlich 24 Stunden im Sinne von Unterrichtseinheiten (UE) nachzuweisen. Eine UE sind immer 45 Minuten. Das „jährlich“ meint allerdings nicht in jedem Fall das Gleiche:
Wenn die Weiterbildung Praxisanleitung bis zum 31.12.2019 abgeschlossen wurde,
Wenn die Weiterbildung Praxisanleitung nach dem 01.01.2020 abgeschlossen wurde,
Wenn das Arbeitsverhältnis ruht (zum Beispiel wegen Mutterschutz, Elternzeit, Pflegezeit, Sabbatical etc.), müssen übrigens keine Fortbildungen nachgewiesen werden. Erst wenn die Beschäftigung als Praxisanleitung wieder aufgenommen wird, müssen im gleichen Ausbildungsjahr die Fortbildungen erbracht werden.
Vereinigung der Pflegenden in Bayern
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